Klinische Dokumentation 2015

Aufwand & Kosten: unterschätzt

 


Krankenhäuser stehen vor großen Herausforderungen, getrieben von Kosten, Qualität, Personal- und Patientenzufriedenheit, aber kennen die Verbesserungsmöglichkeiten oft nur schlecht, weil es keine Datentransparenz gibt. Die Dokumentation spielt dabei eine Schlüsselrolle: Durch die Aufzeichnung behandlungsrelevanter Daten erlaubt sie es, Patienteninformationen verfügbar zu machen und gleichzeitig Transparenz über den Ressourceneinsatz herzustellen. Zwar klagen Kliniker über diesen Zeitaufwand, unterschätzen aber oft die objektive Belastung.

Vor diesem Hintergrund führte HIMSS Europe im Auftrag von Nuance Healthcare eine Erhebung in deutschen Akutkrankenhäusern durch:

26 Min.
müssen täglich für die Suche nach patientenbezogenen Daten aufgebracht werden.
36 %
beträgt der tatsächliche tägliche Aufwand des Pflegedienstes für Dokumentation.
44 %
der Arbeitszeit werden im Ärztlichen Dienst durchschnittlich zur Dokumentation aufgewandt.
In einem 3-stufigen Prozess wurden Dokumentationsprozesse zwischen Patientenaufnahme und Entlassung sowie die damit im Zusammenhang stehenden Arbeitsschritte untersucht, um eine Beurteilung des Dokumentationsaufwandes und der Wirtschaftlichkeit der Prozesse zu treffen.

2013 hatten Personalkosten mit 53,8 Mrd. Euro einen Anteil von 61 Prozent an den Gesamtkosten der Krankenhäuser. Knapp 62 Prozent davon entfielen auf den Ärztlichen und Pflegedienst1) Dies sind knapp 26 Mio. Euro in einem 450 Bettenhaus. Davon werden laut Untersuchung 21 Prozent durch die erhobenen Dokumentationsprozesse verursacht.

Lesen Sie das e-Paper zum Klinischen Dokumentationsreport 2015 und:



Erfahren Sie, wie viel Zeit Kliniker und Pflege mit den einzelnen Dokumentationsprozessen verbringen.
Verschaffen Sie sich Transparenz über die Kosten der Dokumentation und einen besseren Überblick über den Einsatz Ihrer wertvollen Ressourcen.
Verstehen Sie den gesamten Dokumentationsaufwand, inklusive aller dabei anfallenden Abläufe beim Arzt bzw. Pflegepersonal, im Verlauf eines Falles ermitteln und das Einsparpotenzial durch die Verwendung digitaler Lösungen berechnen.


1) Berechnung für Ärztlichen Dienst basiert auf dem Grundgehalt nach TV-Ärzte VKA; für Pflegekräfte (ohne Leitungsfunktion) wurde Stufe E7 bzw. E12 (Pflegeleitung) des TVöD zu Grunde gelegt. Die Kosten enthalten 17% Zusatzkosten des Arbeitgebers. Statistisches Bundesamt (2014): Gesundheit. Kostennachweis der Krankenhäuser. Fachserie 12 Reihe 6.3. Wiesbaden

Vom Bauchgefühl in den Verstand: IT-Kennzahlen im Krankenhaus

Die Studienergebnisse schließen eine Lücke, die bislang sehr emotional diskutiert wurde. Bisher gab es nur wenige quantitative Informationen über Zeit- und Kosten, die der Dokumentationsaufwand im deutschsprachigen Krankenhausbetrieb tatsächlich einnimmt. Mithilfe von Nuance können wir einen wichtigen Schritt in Richtung Gewinnung von Kennzahlen aufzeigen und einen entscheidenden Beitrag zur Transparenz über den Einsatz von Krankenhaus-Ressourcen leisten. Die Ergebnisse überraschen, lassen aufhorchen und können dem Krankenhausmanagement als Grundlage neuer Überlegungen dienen.“

Untersuchungsergebnisse lesen!
Teilen:
Share to Facebook Share to Twitter Share to LinkedIn Email a Friend